Im Test: LG L Fino

von Nora Papp am - Uhr

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Das LG L Fino ist seit kurzem im Handel erhältlich. Trotz seines geringen Preises macht das Gerät einen guten Eindruck, doch wie sieht es im Alltag aus? Wir nehmen das Einsteiger - Smartphone im Test unter die Lupe.

In letzter Zeit tendiert der Markt eher zu günstigen und dennoch technisch guten Smartphones. Gerade die ältere Generation oder die ganz jungen greifen gerne mal zu so einem Einsteigergerät. Aus dieser Kategorie haben wir das LG L Fino getestet, ein schönes Gerät, welches auch so einiges unter der Haube hat.

Design

Das Design des LG L Fino lehnt sich an das LG G3 an und bleibt der LG Designlinie treu. Die Rückseite aus Kunststoff fühlt sich gut in der Hand an, allerdings ist die Textur etwas rutschig. Auf der Rückseite findet man die Typischen Buttons der LG Reihe, es ist allerdings für Umsteiger von anderen Marken etwas schwierig, sich an die Bedienung dieser Tasten zu gewöhnen. Das LG L Fino gibt es in den Farben Schwarz, Weiß, Gold, Rot und Grün. Die Rückseiteist leicht gebogen und abnehmbar, der Akku kann ausgetauscht werden.. Es ist 127,5 mm groß, 67,9 mm breit und mit 11,9 mm relativ breit.
Insgesamtwiegt das Fino 144 g.

Speicher

Mit 4 GB internem Speicher, von dem für den Nutzer aber durch das Android System nur 1,5 GB nutzbar sind, kommt man nicht besonders weit. Allerdings bietet das LG L Fino die Möglichkeit, den Speicher durch eine microSD -Speicherkarte auf bis zu 32 GB zu erweitern. Dadurch kann man Fotos, Spiele, Videos und Notizen auf einem externen Datenträger abspeichern und gegebenenfalls auch von anderen Geräten abrufen.

Software und Bedienung

Als Software ist Android 4.4.2 "Kitkat" mit LGs eigener Benutzeroberfläche installiert. So ist es zum Beispiel möglich, das Smartphone per "Knock Code" zu bedienen. Wenn im Standby -Zustand auf den Bildschirm geklopft wird, springt das Smartphone aus dem Ruhemodus direkt in den Lockscreen. Leider reagierte diese Funktion bei unserem Test nicht immer sofort. Das Smartphone kannallerdings auch mit dem Rearkey auf der Rückseite des Geräts aus dem Ruhemodus geholt werden. Sollte aber das Klopfen auf den Bildschirm nicht gleich funktionieren und der Homebutton wird gedrückt, könnte dies zu einem Kampf zwischen beiden Funktionen führen. Das Display geht dann an und aus bis die Anzahl der angewendeten Knockknocks und die des Homebuttons abgearbeitet sind. Ansonsten ist diese Funktion wirklich praktisch.

Auch sehr interessant ist die Qslide Funktion. Manche Apps lassen sich als Fenster starten, welches verschiebbar ist und auch transparent gemacht werden kann. Somit ist Multitasking kein Problem mit dem Einsteiger Smartphone.

Etwas seltsam ist allerdings der sogenannte Rearkey. Das LG Fino hat wie das LG G3 keine Seitentasten mehr, sondern alle Buttons auf der Rückseite. An sich ist das ziemlich angenehm, denn die Seitentasten können schon mal aus Versehen gedrückt werden, hinten passiert das eher weniger. Allerdings landet man dann doch ziemlich oft mit dem Finger auf der Kameralinse und wundert sich, warum das Smartphone nicht an geht. Über und unter dem RearKey finden sich die Lautstärketasten, diese können auch mit bestimmten Apps belegt werden, welche dann direkt aus dem Lockscreen starten.

Kommunikation und GPS

LTE lässt sich leider nicht beim LG L Fino finden, dafür aber UMTS und HSPA+. Auch WLAN ist selbstverständlich im Gepäck. Außerdem kann das Gerät als Hot Spot für andere Geräte genutzt werden. Mit Bluetooth Tethering kann über das Bluetooth ganz einfach das Smartphone als Router genutzt werden,so ist es möglich, auch unterwegs vom Laptop aus ins Internet zu gehen. Auch ein GPS Empfänger ist dabei. Mit dem Netz -Empfang des LG L Finohatten wir in unserem Test keinerlei Probleme, ob im Haus, der Stadt oder in ländlichen Gebieten.

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Dank des akkusparenden Prozessors hat das LG L Fino sehr lange Sprechzeiten. Nicht so schön ist aber leider die Sprachqualität. Leider hatten wir in unserem Test sehr wenige Gespräch ohne ein Rauschen in der Leitung. Da die Lautsprecher auf der Rückseite des Smartphones sind, ist auch die Freisprechfunktion eher bescheiden. Alles in allem sind die Lautsprecher zu leise und könnten lauter sein. Auf der anderen Seite der Leitung wird man gut verstanden, allerdings ist das Gespräch manchmal leicht unterbrochen.

Kameras und Multimedia

Obwohl die 8 MP Kamera über einen Autofokus und ein Fotolicht verfügt, sind die Bilder oft verwackelt und tagsüber eher überbelichtet. Nachts kann mit Blitz recht nette Bilder gemacht werden, aber auch hier muss aufgepasst werden, dass das Foto nicht verwackelt. Die Qualität der Fotos ist für eine Handykamera gerade so in Ordnung, jedoch hatten wir schon bessere 8 MP Kameras in den Händen. Die Frontkamera knipst Fotos mit 0,3 Megapixel. Nicht gerade viel, ein Highend Model - Selfie wird da wohl eher nichts.

Videos kann das LG L Fino auch aufnehmen, allerdings nur im WVGA Format. Auf dem Smartphone sieht das Video ziemlich gut aus, auf anderen Geräten ist das Video durch die höhere Auflösung eher unscharf. Durch die geringe Auflösung der Frontkamera ist diese eher für Videochats, bei denen nicht viel Qualität erwartet wird, geeignet.

Display

Das 4,5 Zoll große Display ist ziemlich scharf für seine geringe Auflösung von nur 854 x 480 Pixel. Einzelne Pixel sind für das Auge fast nicht zu erkennen .Bei geringem Druck gibt das Display ziemlich schnell nach, wodurch Bildstörungen entstehen.

Eine automatische Helligkeitsanpassung hat das Fino zwar nicht, jedoch ist die Helligkeit mehr als nur ausreichend um auch bei strahlender Sonne genug zu sehen. Auch die Blickwinkelstabilität ist sehr gut, bei dem Blick von der Seite gibt es keine Probleme beim Erkennen der Inhalte. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen spiegelt das Display allerdings stark.

Leistung

Das SoC ist ein Quadcore Qualcomm Prozessor, welcher mit 4 Kernen zu je 1,2 GHz angetrieben wird. Dies ist für den Alltagsgebrauch völlig ausreichend und sollte ohne Ruckler im Menü laufen. Den ein oder anderen Ruckler hatten wir zwar im Menü, allerdings nur minimal. In der Geekbench App ist das Fino für seine Klasse Durchschnitt. Mit einem Single Core Score von 331 liegt es direkt hinter dem Motorola Moto G, mit einem Multi Core Score von 1115 zwischen Motorola Moto G und dem Asus Nexus 7.

Der verbaute Grafikchip, eine Adreno 305, liegt mit seinen 84 Frames noch vor dem Motorola Moto E und kurz hinter dem HTC Desire 516. Nur durch den sogenannten T -Rex Test, der hochaufgelöste Texturen, Motion Blur, Parallax Mapping und komplexe Partikelsysteme testet ist das LG L Fino leider durchgefallen, es landet mit 234 Punkten eher am Ende des Rankings.

Im normalen Betrieb ist das Smartphone angenehm kühl in der Hand, auch nach starker Nutzung ist die Akkutemperatur nicht über 30,1° Celsius.

Spiele

Wir haben das LG L Fino mit dem Zombieshooter Dead Trigger 2 getestet, die Grafik gibt schon auf niedrigster Stufe so einiges her. Das Spiel läuft flüssig, die Bedienung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, läuft aber ruckelfrei. Ein kleines Problem war am Anfang der interne Speicher, der wohl zum Download erstmal frei sein muss, obwohl das Spiel ja letzten Endes auf der SD Karte landet. Schwierig ist es auch, aus dem Spiel wieder herauszukommen. Bis wir herausbekommen hatten, dass man den Rearkey lange drücken muss um die Systemtasten auf das Display zu bekommen, wurde unsere Begleiterin schon längst von den Zombies aufgefuttert. Im Nachhinein haben wir übrigens festgestellt, dass der Vollbildmodus beenden werden kann, indem mit 2 Fingern von oben nach unten über den Bildschirm gewischt wird. Trotzdem macht es wirklich Spaß, auf dem LG L Fino zu spielen, die Grafik gibt einiges her, der Sound ist überraschend laut. Auf der mittleren Grafikeinstellung wird es dann allerdings schon eher etwas ruckelig, da wurde unsere Begleiterin leider 2 mal von den Zombies erwischt, weil die Bedienung einfach nicht so ganz wollte.

Sound & Lautsprecher

Wirklich toll ist der Lautsprecher nicht. Da sich der Lautsprecher auf der Rückseite befindet, ist die Klangqualität etwas dumpf. Gerade beim Musik hören muss auf Qualität verzichtet werden. Allerdings ist das LG L Fino auch ein Einsteiger - Smartphone, welches die Bose Surroundanlage im Partykeller übertreffen muss.

Wenn allerdings Kopfhörer in die Audiobuchse eingesteckt werden, ist die Klangqualität wirklich gut und auch bei externen Boxen gibt es einen satten Sound.

Akku

Die Akkulaufzeit des LG L Fino ist wirklich überraschend. Mit dem Akku von 1.900 mAH mussten wir das Smartphone für den normalen täglichen Gebrauch (Telefonie, ab und an Spielen, Whatsapp und Surfen) nur ein einziges mal voll aufladen, und es lief tatsächlich eine Woche durch. Wenn das Smartphone abends noch 15 % Akku anzeigt, so ist es trotz Weckerfunktion und WLAN/ Datentransfer am nächsten Morgen immernoch an. Damit schlägt es die meisten Akkus in der Preisklasse um Längen. Laut Akkutest von GFXBench bringt das Handy mit 12,9 fps sogar bessere Werte auf den Tisch als das LG G3, welches 11,3 fps brachte.

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Themen: Akkulaufzeit, Design. Speicher, Einsteiger, Kamera, Software

4.0
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Fazit: Einsteiger zum kleinen Preis


Das LG Fino ist ein schönes Gerät, welches sich angenehm in der Hand anfühlt und auch dem Auge einiges bietet. Es ist für Einsteiger perfekt geeignet und liegt auch Preislich mit voll im Rahmen eines Einsteiger - Smartphones. Der Touchscreen arbeitet präzise, Spieletechnisch ist das Fino auch ganz gut. Wir sehen keinen Grund, keine Kaufempfehlung auszusprechen, für etwa 140 € erhält man das LG L Fino im Handel.

  • Design & Verarbeitung
    4.0

  • Hardware (Leistung)
    5.0

  • Kamera
    3.0

  • Akku
    3.0

  • Software & Bedienung
    4.0

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