LG Bello 2 im Test

von Simon Gralki am - Uhr

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Nach einem Jahr bringt LG das zweite Bello-Smartphone auf den Markt. Ob das LG Bello 2 zum Preis von 149 Euro aber auch besser geworden ist, erfahren wir im ausführlichen Test.

Ende 2014 haben wir uns das LG L Bello unter die Lupe genommen, welches im Test überzeugen konnte. Im Juli hat der koreanische Hersteller den Nachfolger vorgestellt und nun in Deutschland auf den Markt gebracht, das schlicht Bello 2 heißt. Doch beim jüngsten Einsteiger-Smartphone wurde nicht nur am "L" am Namen gespart, sondern auch an anderen Stellen, wie bei der Kamera.

Der erste Eindruck

Eingepackt ist das Bello 2 simpel in einer rot-weißen Verpackung. Im Lieferumfang ist neben dem Smartphone noch der 2540 mAh Akku, Kopfhörer, USB-Ladekabel, Ladegerät sowie eine Kurzstartanleitung enthalten. Letztere ist aber kaum informativ, daher hier die ausführliche Bedienungsanleitung des Bello 2.

Einen wiedererkennungswert gegenüber dem Vorgänger gibt es zwischen den beiden Geräten kaum. LG verpasst dem Bello 2 ein eigenständiges Design und orientiert sich mal nicht an den höher gelegenen Oberklassen-Smartphones. Das stört uns aber kaum, denn optisch macht das Bello 2 eine gute Figur. Die Rückseite, die sich abnehmen lässt, ist nicht mehr gebürstet sondern leicht angeraut. Wie man es von Kunststoff-Gehäusen kennt, lässt sich die Rückseite minimal eindrücken. Gerade im Bereich der seitlichen Power- oder Lautstärke-Tasten ist ein leichtes Knarzen zu hören. Etwas negativ befinden wir den kantigen Übergang des Displays zum Gehäuse. Das 5 Zoll Display liegt etwas 1 Millimeter unter dem Gehäuse, was zwar nicht viel ist, dennoch beim bedienen des Smartphones stört. Gerade Nutzer mit kleineren Händen dürften dies öfters zu spüren bekommen. Auffällig ist dies aber nur an den Seiten des Bello 2. Am oberen und unteren Rand des Gehäuses ist die Kante nicht so stark ausgeprägt. Ob wir nun ein Montags-Modell haben oder es bei allen Geräten so ist, können wir nicht beurteilen.

Wie bereits erwähnt, befinden sich die Bedienelemente nun an der Seite des LG Bello 2. Gegenüber dem Vorgänger verabschiedet sich LG von den Rear-Keys auf der Rückseite. Der Druckpunkt der Power- und Lautstärketaste könnte aber ein wenig knackiger sein.

Ausstattung

Der Kostenpunkt beim LG Bello 2 liegt bei 149 Euro (UVP). Bei Amazon ist das Smartphone derzeit für 125 Euro erhältlich. Doch Angesicht der Ausstattung ist das ein recht hoher Preis. Weder der Prozessor, Arbeitsspeicher, interne Speicher von 8 GB oder der Akku haben sich gegenüber dem Vorgänger verändert. Statt einer 8 Megapixel-Kamera kommt auf der Rückseite nur noch eine 5 Megapixel-Kamera zum Einsatz. Sonst gibt es USB 2.0, A-GPS, WiFi b/g/n, WiFi Direct, Bluetooth 4.1, 3,5mm Audiobuchse aber wieder kein LTE. Zum WiFi sei noch zu erwähnen, das der Empfang trotz mehrere Wände ausgesprochen gut ist.

Als Betriebssystem spendiert LG dem Bello 2 das Android 5.0.2 Lollipop. Ist zwar noch modern, aber nicht mehr das aktuellste. Größtenteils bleibt das Android OS unberührt und ist somit auch frei von vorinstallierten Apps. So steht dem Nutzer 3,3 GB freier Speicher zur Verfügung. Ist dieser aufgebraucht, gibt es die Möglichkeit ihn mit einer microSD-Speicherkarte zu erweitern. Dies allerdings auch nur um knappe 32 GB.

Zum Musik hören ist das Bello 2 weniger geeignet. Der Lautsprecher befindet sich auf der Rückseite an der unteren Ecke, wodurch der Sound meisten gedämpft wird. Zum Preis von 149 Euro sollte man aber auch keine zu hohe Ansprüche auf ein solches Feature setzen.

Besonders positivaufgefallen ist der Lautsprecher der Ohrmuschel des LG Bello 2. Den Gesprächspartner konnte man durch eine deutliche Wiedergabe sehr gut verstehen. Nur das eigene Mikrofon könnte durchaus besser sein.

Technische Daten
  • Display5.0 Zoll
  • ProzessorMediaTek MT6582
  • RAM1024 MB
  • Kamera5.0 MP
  • Akku2540 mAh
  • BetriebssystemAndroid 4.1.2
Alle

Display

Nachdem wir das LG Bello 2 zum ersten mal eingeschalten haben, staunten wir nicht schlecht über die Auflösung - im negativen Sinne. Bei dem 5 Zoll großen Display kommt nur eine Auflösung von 854x480 Pixel zum Einsatz. Das macht sich stark bei der Darstellung von Inhalte sichtbar, die meistens sehr unscharf wirken. In dieser Preiskategorie hätte es schon eine 720p Auflösung sein können. Ebenfalls könnte auch die Helligkeit etwas besser sein. Unter Sonneneinstrahlung spiegelt das Display dann doch zu sehr, wo auch die niedrige Helligkeit seinen Teil dazu beiträgt. Auf der anderen Seite gefällt uns die Schwarzwerte des Displays sowie der Kontrast sehr gut.

Leistung

Im Inneren des Bello 2 arbeitet wieder ein MediaTek MT6582 Quad-Core Prozessor mit je 1,3 GHz sowie ein 1 GB Arbeitsspeicher. Trotz der selben Ausstattung wie beim LG L Bello hat es das Unternehmen geschafft, mehr Leistung zur Verfügung zu stellen, die man deutlich spürt. Zwar zickt das Smartphone ab und an ein wenig, vor allem wenn Apps gestartet werden, lässt sich bei der Preisklasse aber verkraften. Dank der geringen Auflösung können auch aufwendige Apps wie GT Racing 2 ohne Ruckler gespielt werden. Übliche Spiele-Apps wie Angry Birds oder Clash of Clans lassen sich ohne Probleme auf dem Smartphone spielen. Auch Bearbeitungs-Apps werden ohne Ruckler ausgeführt. Nach längerer und intensiver Nutzung konnten wir keine ungewöhnliche Betriebstemperatur feststellen. Das Bello 2 war nach der Testphase bei maximal 36,5 Grad angekommen, was in Ordnung ist.

Im AnTuTu Benchmark erreicht das Bello 2 23.568 Punkte und liegt damit wie erwartet mit dem Vorgänger L Bello auf einer Linie. Die Kombination des Prozessors und dem Arbeitsspeicher ist in dieser Preisklasse üblich, wodurch kaum Unterschiede zur Konkurrenz entstehen.

Kamera

Ein immer wichtigeres Feature wäre die Kamera. So hat LG zwar die Frontkamera des Bello 2 auf 2 Megapixel aufgestockt, die Kamera auf der Rückseite aber von 8 auf 5 Megapixel reduziert. Für Aufnahmen zwischendurch reichen beide Kamera aus. Für Urlaubsfotos sollte dann doch zu einem Smartphone mit besserer Kamera zurückgegriffen werden oder gar eine richtige Systemkamera benutzt werden. Zwar sind die Fotos der 5 Megapixel-Kamera ganz ordentlich, doch beim zoomen ist sofort ein Bildrauschen sowie unschärfe sichtbar. Videos können zwar in Full-HD und auch im Zeitraffer aufgenommen werden, sind aber weniger zu gebrauchen.

Etwas besser arbeitet dann schon die 2 Megapixel-Frontkamera. Die macht auch bei schlechten Lichtverhältnisse auch noch gute Bilder. Zudem lässt sich der Selbstauslöser einfach mittels "Gesture Shot" auslösen. Dazu muss nur die offene Hand zur Faust geschlossen werden, damit die Kamera auslöst.

Akku

In einem Punkt haben es die meisten Hersteller schwer: Smartphones mit eine zufriedenen Akkulaufzeit anzubieten. Das LG Bello 2 hat einen 2540 mAh Akku und kommt damit auch ganz gut weg. Im Standby lag das Smartphone mehrere Tage herum, ohne groß an Ladung zu verlieren. Auch bei aktiver Nutzung hält der Akku ordentlich durch. Nach 4,5 Stunden intensiver Nutzung war der Akku erst leer, was im Vergleich zu ähnlichen Modellen ein sehr guter Wert ist.

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Fazit: Mäßiges Display zum kleinen Preis


Das Display des LG Bello 2 besitzt eine Pixeldichte von 196ppi, was nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Einsteiger finden aber beim Bello 2 dennoch ein solides Smartphone, welches eine gute Leistung bietet und dazu auch eine sehr gute Akkulaufzeit. Auch erfreut man sich an (fast) puren Android, welches hier zum Einsatz kommt. Man sollte sich aber im klaren sein, dass die Kamera keine Urlaubsfotos macht und auch nicht das schnelle LTE zur Verfügung steht.

  • Design & Verarbeitung
    3.9

  • Hardware (Leistung)
    4.8

  • Kamera
    3.1

  • Akku
    4.5

  • Software & Bedienung
    3.4

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